Neue Online-Datenbank beim NLWKN - Zugang für Bürger!

Ab sofort (07. April 2015) können alle Grundwassergütemessstellen über die neugestaltete Datenbank des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) online abgerufen werden. Unter www.wasserdaten.niedersachsen.de können die Nutzer unterschiedliche Kategorien wie chemische Qualität von Oberflächengewässern, Grundwassergüte und -stände, Wasserstände und Abflüsse, sowie eine Übersicht von Wasserrechten an einzelnen Gewässerabschnitten auswählen und darstellen lassen. "Mit diesem Angebot entsprechen wir einerseits den Vorgaben des Umweltinformationsgesetzes, das uns verpflichtet, bestimmte Daten zu veröffentlichen, andererseits erleichtert es interessieren Bürgern, Ingenieurbüros und Forschungseinrichtungen erheblich den Zugang zu unseren Daten, da sie nicht mehr bei uns anfragen brauchen, sondern viele Informationen via Internet abrufen können", fasst Agnes Haas vom NLWKN in Hildesheim die Vorteile des neuen Systems kurz zusammen.

Die nutzerfreundlich gestaltete Oberfläche erlaubt es, die gewünschten Kategorien und Informationen als Tabelle, Diagramm oder über die Karte aufzurufen und die Ergebnisse nach regionalen oder thematischen Vorgaben zu filtern und auszuwerten.

Im Rahmen der diesjährigen "Grünen Woche" in Berlin wurden auch die Nährstoffganglinien - messstellenbezogene Auswertungen der Nährstoffkonzentrationen für Flüsse und Grundwasser erstmals vorgestellt, wofür es zahlreiche positive Rückmeldungen gab.


Vortrag Entwicklung Ems 1984-2015

Beim BI-Treffen am 02.02.2015 präsentierten wir einen Vortrag zur Ems unter dem Namen: "Entwicklung der Ems von 1984 bis 2015". Neben allen Bauten an der Ems (Sperrwerk, Vertiefung, Begradigung) wurde eindrucksvoll erklärt, wann der Untergang der Ems begann und warum. Der Durchbruch der Weekeborger Bucht (in Höhe Middelstenborgum) 1984 war der Anfang vom Ende. Seit dieser Zeit ist die Ems aus dem Gleichgewicht geraten. Die Flut läuft zu schnell in den Fluss und die Ebbe ist zu langsam, um den Schlick wieder in die Nordsee zu spülen. Weitere Vertiefungen und der Bau des Emssperrwerks, um den Fluss auf die nötige Tiefe für Kreuzfahrtschiffe zu bringen, ermöglichten die Überführung so vieler Riesenschiffe, dass permanent gebaggert wird und der Schlickgehalt immer mehr wächst. Gleichzeitig sank der Sauerstoffgehalt auf weit unter 4mg/l (den Wert, den Fische unbedingt brauchen) und der Salzgehalt stieg immens an. Seit dem Jahr 2000 sollen die Wasserrahmenrichtlinien eingehalten werden, aber an der Ems wurde bislang nichts getan, um dem Fluss zu helfen. Im Gegenteil, man hat immer im Sinne der Werft gehandelt. Der Masterplan 2050 soll es jetzt richten.... wir glauben nicht dran, denn solange es Kreuzfahrtschiffe auf der Ems gibt, solange wird es keine Rettung für den Fluss geben.     

Vortrag NLWKN - Maßnahme Coldemüntje

Am Mittwoch, den 28.10.2015 stellte das NLWKN (Naturschutzstation Ems) erste Ergebnisse der Maßnahme Coldemüntje vor. Verantwortlich ist hier das Land Niedersachsen. Fachliche Probleme (Hydraulik, Schlickabsetzbecken, Salz, Sauerstoff) waren den Planern wohl bekannt und man hat Lösungsvorschläge bzw. wird noch welche erarbeiten. Die naturschutzfachliche Aufwertung hat allerdings andere Ziele und daher wird ein Ausgleich des Eingriffs (ca. 14 ha) außerhalb des Planungsgebietes stattfinden (die Landwirte sind darüber nicht begeistert).

2020 soll die Maßnahme Coldemüntje abgeschlossen sein, aber es schien, als dass daran wohl keiner glaube.

Nach Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie wird als erstes der Masterplan-Lenkungsausschuss über  ein "Ja-weiter“  oder „Nein“ entscheiden. Angestrebt wird eine Umsetzung per Plangenehmigung. 

Bodenbewegungen mit 330.000 m³ sind erforderlich, davon ca. 100.000 m³ deichbaufähiger Klei für das Leda-Jümme-Gebiet. Belastungen durch LKW-Verkehr werden enorm werden!

 

Tidevolumen im Polder bei 1 m Tidehub zwischen NHN -0,5 m bis NHN +0,5 m ist 130.000m³ (Anhaltswert: rd. 1/10 des dortigen Ems-Tidevolumen). Das Einlaufbauwerk wird ein Rahmendurchlass mit ca. 8 m Breite, mit Hub-/Senk-Toren verschlossen und automatisch regelbar. Bei hohen Salz- und Schlickgehalten (rd. 40 Tage im Sommer) wird der Tidepolder nicht betrieben und über das Wind-Schöpfwerk aus dem Coldemüntjer Tief gespeist (Verdunstungsausgleich, geringe Fördermengen).

 

Eingangs wurde seitens der Planer deutlich darauf hingewiesen, dass die Maßnahme rein naturschutzfachlich ist und keinen Beitrag zur Sanierung der Ems/Verbesserung der Wasserbeschaffenheit ist.