Emsmoon + Friesenbrücke

 

oder, die trauen sich was..... Aufnahme 06.01.2017 ca. 16:50 Uhr Jetzt hat die Durchfahrt der Friesenbrücke bei Weener gepasst. Ist ja auch seit einem Jahr etwas breiter. Geht jetzt ohne Funk und Zielen .... ( oder Zielwasser?) Ob es derselbe Kapitän und derselbe, mit der Ems nicht so vertraute Lotse aus Emden sind? Wir drücken die Daumen, für alle Hindernisse nach Weener.

 

 

 

Dass die Meyer Werft in Papenburg sich in die Gestaltungspläne der Friesenbrücke bei Weener nach deren unfallbedingter Zerstörung einschalten würde, war von Anfang an klar. Nur die Werft würde von einer breiteren Durchfahrt profitieren. Solange keine neue Brücke im Weg steht, wird bei jeder Schiffsüberführung bares Geld gespart. Die Werft muss jetzt nicht bei jeder Schiffsüberführung aus dem Binnenland, an der Eisenbahnbrücke herumschrauben, um das Mittelteil herauszunehmen. Je weiter die Lösung in die Zukunft geschoben wird, desto mehr Geld spart die Werft in Papenburg.

 

Das man sich gerne noch etwas zu den eigenen Plänen der Brückengestaltung ausschweigt, mag aus Sicht des Unternehmens mit Geschäftssitz in Luxemburg verständlich sein. Schließlich geht es bei der Reparatur oder einem Neubau nach Wünschen der Meyer Werft um sehr viel Geld. Geld, für das in der Vergangenheit immer der Steuerzahler haftbar gemacht wurde, denn die Werft selber beteiligt sich erfahrungsgemäß lieber nicht an den Kosten des eigenen, ungeeigneten Standortes.

 

Die Menschen auf beiden Seiten des Flusses haben für derartige Pokerspiele keinen Sinn. Sie wollen Lösungen. Eine vage auf den Zeitraum 2021 bis 2023 befristete Lösung ist keine. Das geht wesentlich schneller, wenn man will.

 

Erstaunlich ist die Zurückhaltung der Politik. Der Einsatz der Rot/Grünen Landesregierung für die Menschen vor Ort ist von vornehmer Zurückhaltung gekennzeichnet. Die Weichen sind für den Wahlkampf auf Erhalt der niedersächsischen Koalition gestellt. Das Bekenntnis vom Wirtschaftsminister Lies und Umweltminister Wenzel zum Standort der Meyer Werft lässt da keinen Interpretationsspielraum. Für den kommenden Wahlkampf könnte das ein spannendes Thema werden.