Vortrag NLWKN - Maßnahme Coldemüntje

Am Mittwoch, den 28.10.2015 stellte das NLWKN (Naturschutzstation Ems) erste Ergebnisse der Maßnahme Coldemüntje vor. Verantwortlich ist hier das Land Niedersachsen. Fachliche Probleme (Hydraulik, Schlickabsetzbecken, Salz, Sauerstoff) waren den Planern wohl bekannt und man hat Lösungsvorschläge bzw. wird noch welche erarbeiten. Die naturschutzfachliche Aufwertung hat allerdings andere Ziele und daher wird ein Ausgleich des Eingriffs (ca. 14 ha) außerhalb des Planungsgebietes stattfinden (die Landwirte sind darüber nicht begeistert).

2020 soll die Maßnahme Coldemüntje abgeschlossen sein, aber es schien, als dass daran wohl keiner glaube.

Nach Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie wird als erstes der Masterplan-Lenkungsausschuss über  ein "Ja-weiter“  oder „Nein“ entscheiden. Angestrebt wird eine Umsetzung per Plangenehmigung. 

Bodenbewegungen mit 330.000 m³ sind erforderlich, davon ca. 100.000 m³ deichbaufähiger Klei für das Leda-Jümme-Gebiet. Belastungen durch LKW-Verkehr werden enorm werden!

 

Tidevolumen im Polder bei 1 m Tidehub zwischen NHN -0,5 m bis NHN +0,5 m ist 130.000m³ (Anhaltswert: rd. 1/10 des dortigen Ems-Tidevolumen). Das Einlaufbauwerk wird ein Rahmendurchlass mit ca. 8 m Breite, mit Hub-/Senk-Toren verschlossen und automatisch regelbar. Bei hohen Salz- und Schlickgehalten (rd. 40 Tage im Sommer) wird der Tidepolder nicht betrieben und über das Wind-Schöpfwerk aus dem Coldemüntjer Tief gespeist (Verdunstungsausgleich, geringe Fördermengen).

 

Eingangs wurde seitens der Planer deutlich darauf hingewiesen, dass die Maßnahme rein naturschutzfachlich ist und keinen Beitrag zur Sanierung der Ems/Verbesserung der Wasserbeschaffenheit ist.