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Demonstration - und was passierte noch im Rheiderland?
Eine Region im Ausnahmezustand?

Alle Aktionen im Bild >
Zur Rede von Hayo Rutenberg >
Probestau der „Trick“ des NLWKN
so werden Messungen passend gemacht >
Unsere erste Demonstration war besser besucht als diese zweite und wir fragen uns: „woran liegt das?“ Ist das Interesse schon wieder vorbei? Oder hatte viele einfach nur keine Zeit? Oder war die Fähre Julius Schuld, die mal wieder wegen Nebel nicht fuhr? Oder war es verwirrend, dass eine Zeitung geschrieben hatte, dass wir uns am Denkmalsplatz treffen (statt Mühlenplatz)? Oder haben wir nicht genug aufmerksam gemacht auf die Demo?
Wir wissen es nicht, hoffen aber, dass es beim nächsten Mal wieder mehr Menschen gibt, die sich für die Ems auf die Straße stellen.
Die Bürgerinitiative trifft sich ab jetzt jeden ersten Dienstag im Monat im Taraxacum und möchte damit den Menschen Gelegenheit geben, die sich intensiver informieren oder mithelfen möchten, die Ems zu schützen.
Wir erhoffen uns dadurch, dass die feste Gruppe wächst und gedeiht und wünschen uns, dass möglichst viele an diesen Treffen teilnehmen. Jeder ist Willkommen!
„Also raus aus dem Sessel !!!!
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Zur Überführung der Celebrity Solstice organisieren wir die zweite Demonstration in Leer. Wir wollen auf die Straße gehen, um unseren Unmut auszudrücken. Die Presse sowie die Fernsehsender sehen das auch immer kritischer und begleiten uns gerne. Wir sind froh, dass unser Problem langsam über die Grenzen unserer Region hinaus bekannt wird.
Wenn der Sommerstau genehmigt werden sollte, werden nicht nur die letzten Fische in der Ems sterben, auch die Nester der Vögel im EU-Vogelschutzgebiet werden während der Brutzeit überspült und das bedeutet, dass die Nester mit den Küken (oder Eiern) vernichtet werden. Das wollen wir mit allen Mitteln verhindern.
Es darf nicht sein, dass Natur- und Tierschutz missachtet und abgeschafft werden, um einer Werft den Weg frei zu machen, die die größten Schiffe Deutschlands im Binnenland baut die Touristen sehen nur den glänzenden, überdimensionalen Luxusliner und reisen wieder ab, aber wir müssen mit den Folgen der Überführungen leben unser Fluss stirbt und den von uns gewählten Politikern scheint das egal zu sein.
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Am 27./28. September 2008 wurde die Ems wieder gestaut und hochgepumpt. Behörden sollen dafür sorgen, dass die Meyer-Werft auch im Sommer Luxusliner überführen kann.
Weil aber bei einem Stau die Ems völlig aus dem Ruder gerät, es am Gewässerboden keinen Sauerstoff mehr gibt, weil der Schlick absinkt und sich die Salzfront weit bis in den Süßwasserbereich ausbreitet, gilt das Gesetz, dass Aufstauungen nur im Winter bei besseren Sauerstoffverhältnissen stattfinden darf.
Das muss jetzt geändert werden, weil die Meyer-Werft ihr nächstes Schiff im Juni 2009 überführen will und wie jeder weiß, befindet sich der Juni im Sommer…. Herrn Meyer ist das egal, er fordert jetzt schnellstens den Sommerstau und erwartet, dass ihm der Weg frei gemacht wird so ist er es gewöhnt.
Dass unser Fluss stirbt, die Fische um Luft ringen, die Nahrungsgrundlage am Flussboden im Schlick erstickt oder Nester mit Eiern und Jungvögeln im EU-Vogelschutzgebiet in der Brutzeit überschwemmt und somit vernichtet werden, scheint Meyer egal zu sein.
Viele Berichte zum Sommerstau und den Messungen
findet Ihr auf www.wwf.de oder auch bei uns
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Am 28. September 2008 wurde die Celebrity Solstice um 15.40 Uhr durch die Friesenbrücke bei Weener gezogen. Der Deich war voller Menschen, die jubelten und winkten. Ob sie wohl alle wissen, was dieser Moment für die Ems bedeutet? Das WWF setzt sich für die Natur und die Tiere ein und versucht durch eigene Messungen und Proteste auf die Zerstörung der Ems aufmerksam zu machen.
Wir haben das WWF begleitet und uns in den Trubel gestürzt. Wir waren entsetzt über so viel Applaus zu einem so traurigen Anlass, denn während alle Menschen hier klatschen, singen und winken kämpfen die Tiere im Fluss um ihr Leben.
Viele der Anwohner sehen das zwar mit gemischten Gefühlen und wissen, dass ein riesiger Schatten über diesem Event liegt, doch die Besucher aus ganz Deutschland sind begeistert und reisen einzig und allein für dieses Schiff an. Sie benehmen sich außerdem wie die Wilden und parken unsere Straßen zu auch da, wo es verboten ist. Stau und Chaos überall. Sie hinterlassen Müll und zertrampeln unsere Deiche und reisen dann wieder ab - unsere Dörfer befinden sich im Ausnahmezustand.
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Protest-Aktionen im Rheiderland
Zwei Nächte vor der Überführung der Celebrity Solstice waren Sprüher unterwegs und haben an den Deichaufgängen und auf den Radwegen ihre Nachricht hinterlassen. Das gefällt uns. Wir haben also mutige Unterstützung.
Auf dem Deich beim Sperrwerk hat sogar jemand den gleichen Spruch auf den Deich geschrieben. 100m lang kann man dort lesen: Meyer an die Küste
Der Jemgumer Segelverein hat wieder die Schilder befestigt:
„Das Schiff schwimmt und wir saufen ab!“
und
Bitte langsam fahren
EINSTURZGEFAHR
LUV UP Jemgum kämpft um Existenz
Um 18.40 Uhr kommt das Meyer-Schiff in Jemgum in Sicht. Die Bürgerinitiative „Rettet die Ems“ ist mit zwei Booten unterwegs und verkünden:
„Stoppt die Zerstörung der Ems“
„Schluss mit diesem Wahnsinn“
Ihr seht: es war sehr viel los an unserer Ems, für die wir uns stark machen wollen - so kann es schließlich nicht weitergehen, denn während hier an Land alles drunter und drüber geht, nur weil die Gaffer feiern wollen, als hätten sie das Schiff persönlich gebaut, kämpfen die Fische in der Ems um ihr Leben.
Wir haben beschlossen, dass wir uns jetzt jeden ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr im Taraxacum treffen. Jeder ist herzlich willkommen. Wir schnacken über alles und gucken, was wir für die nächste Demo besser machen können.
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