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29.08.2008
Nordwestradio „unterwegs“
live in Ditzum zum Thema Gas-Kavernen


von links: Ralf Riekenberg (EWE), Birgit Rutenberg (BI IG-Ems), Hans-Heinrich Obuch (RadioBremen), Elke Meier (Nabu), Arkadius Binia (WINGAS) und Johann Tempel (Bürgermeister Jemgum) Foto: Hajo Rutenberg

Nordwestradio „unterwegs“ schreibt:

Die Gemeinde Jemgum an der Ems ist heiß begehrt. Naturfreunde schätzen vor allem das idyllische Rheiderland westlich von Leer: jährlich brüten hier tausende von Wildgänsen. Die Energieunternehmen wie E.ON, EWE und Wingas schätzen die Gegend vor allem wegen ihrer Eigenschaften unter Tage. In den Salzstöcken dort lassen sich hervorragend große Mengen von Gas speichern. Schon im September dieses Jahres sollen die ersten Pipelines die Marschlandschaften „schmücken“. Durch diese wird das Ems-Wasser in die Salzstöcke gespült, das Steinsalz wird ausgewaschen und das Wasser, als salzhaltige Sole, zunächst in die Ems bei Ditzum zurück geleitet. Dagegen laufen Naturschutzverbände und die örtliche Bürgerinitiative IG-Ems Sturm. Sie befürchten eine massive Schädigung der Tier- und Pflanzenwelt des Rheiderlandes und der Ems. Der Naturschutzbund Niedersachsen (Nabu) hat Klage gegen den Kavernenbau eingereicht.

Aus Sicht der Energieunternehmen besteht jedoch kaum Grund zur Sorge: die Umweltbelastungen seien minimal und die Kavernen, in Zeiten ständig steigenden Gasbedarfs, unerlässlich.

Welche Folgen für Mensch und Tier werden durch den Kavernenbau befürchtet? Welche Vorteile für die Gemeinde Jemgum bringt der Bau mit sich? Hat die Energieversorgung durch Gas überhaupt eine Zukunft? Wurde die Genehmigung zum Bau der Speicher über die Köpfe der Jemgumer Bevölkerung hinweg erteilt?

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