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Pressemitteilung 26.2.2009
Tatsachenverdrängung geht weiter Zum Thema „Dioxin und Sommerstau“ Die aktuelle Dioxin-Diskussion als Polemik abzutun, rückt die Verantwortlichen aus Politik und Ämtern in immer merkwürdigeres Licht. Wer sich wehrt, weil er nicht hochgiftigen Substanzen ausgeliefert sein will, wird schnell diffamiert, wenn es nicht in die aktuellen Planungen passt. Landwirte, Schäfer oder andere direkt Betroffene, die zumindest Teile ihrer Erzeugnisse vernichten müssen, denken da sicherlich ebenfalls anders. Die Tatsache, dass im letzten Stau nicht einmal mehr gemessen wurde, verdeutlicht, dass die Ergebnisse längst bekannt und auch richtig interpretierbar sind. Dass ein Umweltminister, der scheinbar längst jegliche Bodenhaftung für sein Amt verloren hat, lieber auf einen Überführungstörn geht, liegt nahe. Bei Sekt und Häppchen, hoch über den nur allzu deutlichen Problemen, scheint jegliche erforderliche Distanz zwischen Amt und Wirtschaft verloren zu sein. Das macht auch mehr Spaß. Vielleicht ist da auch der Grund für die über einjährige Vertuschung der Umstände zu suchen. Konsequenzen bis heute: Fehlanzeige. Vor dem fortgesetzten Versuch des Herunterspielens der Dioxinproblematik, wirkte die inszenierte Anhörung zum Thema Sommerstau geradezu lächerlich. Ein Schaulaufen der Behörden und Umweltverbände in Sachen Paragraphensicherheit mit längst bekanntem Ausgang. Schade ums öffentliche Geld. Interessant nur soviel, dass der 19-seitige Beitrag von Landrat Bröring (zur Werftsituation und Antragsgrundlage) im Grunde genommen eine Laudatio für den Umzug der Werft an die hiesige Küste war. Dass der Landrat als Antragsteller gegen Mittag, sowie die Mitarbeiter der Meyer-Werft um 15:30 Uhr die Veranstaltung bereits verlassen hatten, machte klar: man ist sich sicher, der Sommerstau wird irgendwie hingedreht. Anwesenheit für die eigene Sache nicht länger notwendig. Das werden andere schon regeln. Und dann werden wieder die Deichvorländer mit Dioxinen aus der Ems belastet und zusätzlich noch tausende von Brutgelegen zerstört, für den Spaß einiger weniger, an künftig fernen Küsten. Spätestens dann bietet es sich wieder an, die Ems mit dem Dauerbrenner der Überführung „time to say goodbye“ zu beschallen. Das alles unter Zuhilfenahme öffentlicher Gelder, zur Sicherung einer Werft, an einem falschen - und im Grunde genommenen nicht konkurrenzfähigem - Standort. Anstatt sich ernsthaft mit einer Teilverlagerung Richtung Emden auseinander zu setzen, schlägt die Werft der gesamten Region, der Politik sowie den eigenen Arbeitnehmern mitten ins Gesicht, mit der Drohung einer Verlagerung ins Ausland. Die Region endet nicht an der Stadtmauer Papenburgs. Bürgerinitiative Interessengemeinschaft Ems – Hajo Rutenberg
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