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Pressemitteilung 29.12.2008
Neuer Kanal? Ems als Kanal? E(m)s reicht! Zu den Berichterstattungen der Rheiderland Zeitung und Ostfriesland Kompakt aus KW 52 Dass sich in jüngster Zeit die Vorschläge rund um die Ems geradezu überschlagen, ist gut. Die Ergebnisse der bisherigen Denkversuche leider einmal mehr als ernüchternd. Galt das Sperrwerk als „Spinnerei“, haben doch die Kritiker allesamt Recht behalten. Als Hochwasserschutz hat es versagt und die Schlickmengen wurden ebenso wenig reduziert wie vollmundig angekündigt. Es dient allein dazu, das Wasser in der Ems zu halten. Und das benötigt nur die Meyer-Werft. Die Zielrichtung ist immer noch die falsche. Solche Projekte unter dem Deckmantel der maritimen Wirtschaft zu verkaufen ist nicht richtig. Es gibt die Meyer-Werft, die alle Rahmen sprengt und es gibt eine maritime Wirtschaft, die unter der derzeitigen Zielausrichtung pro Meyer und dem falschen Werftstandort leidet. Ebenso wie die Kommunen und letztlich die Bürger dieses Landes. Beispielhaft dürfen hier auch die ergebnislosen Sanierungsversuche für fast 20 Mio. € am Hafen von Leer sein sowie der überflüssige Umbau der Jann-Berghaus-Brücke. Kosten noch offen. „Wenn das Verkehrsministerium auch an Lösungen mitwirken will ist es gut. Jedoch sollte der Minister Tiefensee ebenso wie die Vertreter der Länder und Kommunen darauf achten, bei der Wahrheit zu bleiben. Das haben Wähler und Steuerzahler verdient und war in der Vergangenheit nicht unbedingt üblich“, sagt Hajo Rutenberg von der BI Rettet die Ems. Bevor man sich weitere Gedanken um „Totaloperationen“ an der Ems macht, reicht es aus, nur den Blickwinkel etwas zu verändern, um das Ziel klar zu definieren: „Arbeitsplätze für die Region“, und große Schiffe am tiefen Wasser bauen. Anstatt weiterhin dreistellige Millionenbeträge zu vergraben mit unbekanntem Ausgang, muss man Meyer an die Küste helfen. Dann werden auch nicht mehr drei unterschiedliche Visionen benötigt. Die Sicherung der Werft am jetzigen Standort hilft niemandem. Zumindest nicht offiziell. Für die bevorstehenden Wahlen wird es sicher ein interessanter Faktor werden, wie öffentliche Gelder in Zukunft investiert werden. Auch der ökologische Aspekt wird schwer wiegen. Alle geplanten Maßnahmen lassen sich nicht schnell durchführen. Aber die Meyer Werft will entgegen der bisherigen Gesetzeslage im nächsten Sommer Schiffe überführen. Genau wissend, dass dies im Grunde genommen nicht möglich ist. Damit muss Schluss sein. Bürgerinitiative Interessengemeinschaft Ems Hajo Rutenberg
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