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Pressemitteilung 16.12.2008
E(m)s reicht! Die jüngsten Vorschläge zum Thema Ems sind einmal mehr schlichtweg katastrophal. Seien es die Bemühungen um einen Kanal parallel zur Ems oder ein weiterer Ausbau des Stauwerkes in Gandersum. Vollkommen aus den Schlagzeilen verschwunden ist das Thema Sommerstau. Was nicht bedeutet, dass er nicht mehr gewollt ist. Gewollt ist nur, dass es zu diesem Thema keine negative Berichtserstattung mehr gibt. Schließlich wird der Sommerstau ja benötigt, weil an einem falschen Werftstandort zu große Schiffe gebaut werden. Aufgrund der verzerrten Interpretation der Gewässerwerte des NLWKN wartet nun die gleiche Behörde darauf, sich selber den Sommerstau zu genehmigen und damit freie Fahrt zu schaffen für die nächsten Schiffe. „Dass dabei in Kauf genommen wird, tausende Gelege von brütenden Vögeln zu zerstören ist unglaublich. Hinzu kommt, dass durch einen Stauvorgang das Gewässer selber und auch der Gewässerrand weiterhin Schaden nehmen wird, durch die zunehmende Versalzung. Wenn wir vom Gewässer Ems sprechen meinen wir damit allerdings den gesamten Fluss und nicht nur den „Wasserkörper“, so wie es beim NLWKN betrachtet wird“, sagt Hajo Rutenberg von der Bürgerinitiative Rettet die Ems. Der neue Begriff des NLWKN zur Wassertiefe der Ems ist im Gutachten dieser Institution nachzulesen und lautet „nautische Tiefe ist größer als die Wassertiefe“! Damit ist die Ems nicht nur ein herausragendes Revier um Steuergelder zu versenken und tausende von Vögeln, Fischen und anderen Lebewesen in den sicheren Tod zu schicken, sondern stellt auch nautisch alle Nutzer dieser Wasserstraße vor vollkommen neue Herausforderungen. Betrachtet man einmal durchgängig die durch Politik und Werft veröffentlichten Mitteilungen der letzten 20 Jahre, ist die Liste der Unwahrheiten länger als der Fluss selber. Dabei wären die Lösung und der Auftrag an die Politik doch recht einfach. Holt Meyer an die Küste. Ökonomisch sowie ökologisch betrachtet die beste Lösung. So ganz nebenbei gäbe es auch keinen Grund mehr, Unwahrheiten zu formulieren und Recht zu beugen. Bürgerinitiative Interessengemeinschaft Ems Hajo Rutenberg
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