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Wie Jemgum 1987 - nur noch schlimmer
Zum Thema „Giftmüll und Gaskavernen“ Viele Rheiderländer werden sich noch an die turbulenten Tage erinnern 1987, als das Rheiderland - hier speziell Jemgum - zur Giftmüllkippe erklärt werden sollte. Schien das Problem vorläufig zu den Akten gelegt, haben die Planer von damals ihre giftige Vision niemals fallen lassen. Schon damals wurden Salzkavernen als ideales Endlager gepriesen. Salzkavernen Standorte im Jemgumer Salzstock und auch in Etzel sollten hochgiftigen zu Pellets verarbeiteten Giftmüll aufnehmen. Auf Druck der Bevölkerung wurde damals scheinbar nachgegeben. Und heute kommt man durch die Hintertür zurück. Gaseinlagerung lautet die Eintrittskarte. Und bei dem einen oder anderen Bürgermeister ohne Vision über die Amtszeit hinaus, leuchten kleine Dollarzeichen in den Augen. Und in den damals schon geplanten Standorten, wie Jemgum und Etzel, werden nun Gasspeicher in die Salzstöcke gespült. Dabei ist heute jedem klar, dass die Gasvorkommen sich dem Ende zu neigen. Die Lager werden aber auch nach dem Ende des Gases vorhanden sein. Dann, aber auch spätestens dann, geht die Vision der Planer aus den 80er Jahren doch noch in Erfüllung. Oder glaubt tatsächlich jemand, dass auf maximalen Profit orientierte Konzerne eine Chance auslassen, leere Lagerstätten für viel Geld weiterhin zu nutzen? Die Grundsteine sind diesmal nahezu ohne Protest gelegt worden. Giftmüll und Atommüll werden in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen. Das Rheiderland und alle Menschen rechts und links der Ems sollen wachsam sein. Wenn die Politik, von Geld- und Machtgier getrieben, das Verantwortungsbewusstsein verliert, ist die Bevölkerung umso mehr gefordert, für die nächsten Generationen zu denken. Bürgerinitiative Interessengemeinschaft Ems Hajo Rutenberg |