Pressemitteilung der Bürgerinitiative IG Ems
Zum Thema: Dioxin

Aktionismus und politisches Geplänkel sind hinsichtlich der neuen Katastrophe an der Ems wirklich überflüssig. Was benötigt wird ist Aufklärung. Schnellstens und konsequent. Ohne weitere Verschleierung durch die Landesregierung.

Die erhöhten Messwerte waren schon im Herbst 2007 bekannt. Also war es jetzt allerhöchste Zeit, an die Öffentlichkeit zu gehen. Wie man allerdings behaupten kann, es sei noch nichts in die Nahrungsmittelkette gelangt, ist schleierhaft. Hier geht es jetzt unmittelbar um die Gesundheit von Mensch und Tier.

Die Diskussion um die erhöhten Krebsraten in Jemgum wird sicher wieder belebt werden. Wie das Dioxin in das Deichvorland (und nur dort?) gelangt ist, kann bisher keiner mit Sicherheit sagen. Nahe liegt die Vermutung, dass es am Schlick liegt. Aber auch die Gerüchte um illegal entsorgten Sondermüll machen die Runde. Fakt ist, dass eine Verseuchung vorhanden ist.

Die Bürgerinitiative Rettet die Ems fordert deshalb: da die Herkunft des krebserregenden Dioxins noch unklar ist, müssen alle Aktivitäten an der Ems sofort gestoppt werden. Der Aufstau der Ems am kommenden Wochenende um 1,75m und insbesondere der Stau im September um 2,70m müssen untersagt werden. Beide Staufälle können die Lage dramatisch verschlechtern. Das ist hinsichtlich der unklaren Lage vollkommen unakzeptabel.

Gleichzeitig bedeutet dies, dass man billigend in Kauf nimmt, Menschen, Tiere und Umwelt nachhaltig zu vergiften. Bevor keine klaren Ergebnisse von unabhängigen Fachleuten vorliegen, darf in der Ems nicht gebaggert, gestaut oder Salz eingeleitet werden.

Eine weitere Gefährdung muss ausgeschlossen sein und dem hat sich alles andere unterzuordnen. Alles und jeder.

Hajo Rutenberg
Middelstenborgum, den 12.08.2008