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Emsausbau Sommerstau Supergau?
Zum Thema „Antrag für Sommerstau“ „Natürlich würden durch den Sommerstau Brutflächen überflutet und Gelege zerstört“ wurde Wolfgang Herr, Geschäftsführer des Planungsbüros IBL aus Oldenburg, in den gestrigen Zeitungen zitiert. Und ich bin sicherlich nicht die einzige Leserin, die diese Selbstverständlichkeit schockiert. Was hat das mit Natürlichkeit zu tun, wenn man brütende Vögel absichtlich „absaufen“ lässt? Wann greifen endlich unsere Gesetze? Wo fängt Tierschutz an? Was ist Naturschutz? Was bedeutet das Wort „Schutz“ eigentlich noch? Wir kämpfen darum, dass bestehende Gesetze zum Schutze der Natur und der Tiere eingehalten werden und schaffen es nicht, weil die Meyer Werft immer wieder in den falschen Standort investiert und mit diesen Investitionen dann Politiker zwingt, den Weg freizumachen, von Papenburg bis Emden durch die viel zu kleine Ems. Warum Meyer an diesem Standort festhält? Weil es fette Subventionen gibt obwohl es aus ökologischen Gründen sinnvoller wäre an die „Waterkant“ zu ziehen. Kann man nicht dieses Gesetzt genauso schnell aushebeln und ins Gegenteil wenden, wie man es derzeit mit Naturschutzgesetzen macht? Wenn es fortan nur noch Subventionen gäbe sofern man ökologisch sinnvoll handelt, dann hätten sich die Probleme der Ems wohl schnell erledigt. Für uns in Ostfriesland heißt es zurzeit: Emsausbau Sommerstau Supergau. Das Emsland fühlt sich da nicht betroffen, im Gegenteil: ein Ausgleich für die „verneelte“ Natur soll es schließlich geben und zwar entlang der Tunxdorfer Aa. Dort will man vernässtes Grünland schaffen, wo dann Kiebitze, Uferschnepfen und Rotschenkel in Ruhe brüten dürfen man muss es den Vögeln nur irgendwie vorher mitteilen, finde ich. Birgit Rutenberg Middelstenborgum, den 10.07.2008 |