Schleuse ist die falsche Entscheidung

Zum Bericht von Elke Wieking in der OZ vom 29.05.2008
„Mitling-Marker fordern Schleuse im Sperrwerk“

Der Einbau einer Schleuse ins Sperrwerk wäre die falsche Entscheidung. Gegen den Fluss und für eine weitere Verschwendung von Steuergeldern.

Die falsche Standortwahl und die im ersten Gutachten der BAW unterschätzten Wasserstände bei Sturmfluten lassen eine solche Entscheidung gar nicht zu.

Wieder muss an dieser Stelle der Steuerzahler herhalten, um die Folgen solcher Fehlentscheidungen auszugleichen. Aus ökologischer Sicht für das einzigartige Ästuar der Ems das endgültige Aus.

Weitere Millionenbeträge wären hier notwendig, allein um vorausgegangene Fehler zu korrigieren und um nachzubessern, wie bei den Deichen.

„Natürlich ist die Ems eine Seeschifffahrtsstrasse und wird auch für die heimische Wirtschaft benötigt, jedoch benötigt diese Wirtschaft keine Dauerstaus und keine 8,50m Wassertiefe“ sagt Hajo Rutenberg, Sprecher der Bürgerinitiative IG Ems.

Durch Ausbaumaßnahmen für nur einen Nutznießer wird die Ems zum Kanal verkommen. Die größten Schäden sind im Verlauf der letzten 20 Jahre entstanden, nicht vorher.

Zum Erhalt der wichtigen Arbeitsplätze und zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Meyer-Werft müssen andere Lösungsansätze her. Dort muss man begreifen, dass der Begriff „Region“ nicht gleichzusetzen ist mit der Stadtgrenze Papenburgs. Eine weitere Privatisierung der Ems zu Lasten der Steuerzahler ist nicht akzeptabel.

Hajo Rutenberg
Middelstenborgum

29. Mai 2008