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Interessengemeinschaft keineswegs hilflos
Zum Kommentar „Hilflos“ von J. Kaymer OZ vom 20.03.2008 Hilflos erscheint hier, bei aller Höflichkeit, eher der Autor des gleichnamigen Artikels. Man kann durchaus davon ausgehen, das die Interessengemeinschaft Ems sich traut, die Dinge beim Namen zu nennen. Dazu hat sie sich gegründet. Auf einem der Banner (Plakate kamen bisher nicht zum Einsatz) steht „Stoppt die Zerstörung der Ems“. Das soll auch exakt so verstanden werden. Im Hinblick auf den Ist-Zustand der Ems gibt es unterschiedliche Faktoren, die auch differenziert zu bewerten sind. Der Interessengemeinschaft zu unterstellen, was diese möglicherweise gerne auf den Bannern stehen hätte, wirkt sehr anmaßend. Als Initiator und Mitbegründer der IG Ems kann ich mich nicht an ein Gespräch mit Herrn Kaymer über die Initiative und deren Ziele erinnern. Schade. Ideen, was auf den nächsten Bannern stehen soll, nehmen wir jederzeit gerne entgegen. Jedoch sollten diese frei von jeglicher Effekthascherei sein. Der Hinweis auf die Dinge, die man vor 20 Jahren hätte verbieten sollen, ist interessant. Immer wieder wurde auf den Zustand der Ems sowie auf die Folgen der ständigen Baumaßnahmen hingewiesen. Mit mehr oder auch manchmal weniger lautem Protest. Unter absoluter Missachtung aller Proteste und Einwendungen wurde in der Vergangenheit die Ems so hingebogen, wie es gerade gebraucht wurde. Klingen doch noch die Worte eines Ex-Bundeskanzlers in den Ohren: „Wir schaffen schon die Infrastruktur.“ Das war im Übrigen der Bundeskanzler, welcher heute im Aufsichtsrat der Firma Gazprom sitzt, welche wiederum die Muttergesellschaft von WINGAS ist. Eben die WINGAS, die unsere Region demnächst mit den Gaskavernen bestücken möchte. Ein weiteres „Highlight“ auf dem fortschreitenden Niedergang der Ems. Herr Kaymer kann sich hier gerne in die Diskussion einbringen. Dann muss man in 20 Jahren nicht wieder irgendwo lesen, was man alles hätte verbieten können. Die Interessengemeinschaft, deren „Frontfrau“ übrigens nicht Meta Janssen-Kucz ist, wird sich diesen Themen stellen und dabei keineswegs hilflos sein. Hajo Rutenberg Middelstenborgum, den 31. März 2008 |