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Das Ästuar Stand: Juni 2008 Die Ems ist ein 371 km langer Fluss und damit der längste Fluss Deutschlands, der in Deutschland entspringt (bei Schloss Holte-Stukenbrock) und in Deutschland in das Meer mündet (bei Emden in den Dollart/Nordsee) und von der Quelle bis zur Mündung seinen Namen nicht ändert.
Die Gezeiten wirken auf die Ems bis zum Wehr Herbrum ein (gelegen hinter Papenburg), da dieses Wehr zusammen mit der Schleusenanlage Herbrum eine Staustufe bildet. Der mittlere Tidenhub beträgt drei Meter, bei Niedrigwasser kann es zu einer Gezeitenwelle kommen.
Ästuarien werden unter dem Einfluss der Gezeitenströme gebildet, wobei die Flussmündung trichterförmig erweitert wird: Das schwere Salzwasser dringt bei Flut von der See her keilförmig in den Fluss vor und wird dabei vom Süßwasser des Flusses überlagert. Dabei werden durch den starken Flutstrom das Flussbett und die Ufer erodiert, und es wird viel Material flussaufwärts transportiert. Dieses Material kann durch den meist schwächeren Ebbestrom nicht wieder abtransportiert werden. Aus diesem Grund können Ästuarien für die Schifffahrt sehr hinderlich werden, weswegen die meist relativ weit im Landesinneren liegenden Hafengebiete von Weser, Elbe, Themse usw. regelmäßig ausgebaggert werden und oft nur mit ortskundigen Lotsen befahrbar sind.
Der stark schwankende Salzgehalt der Brackwasserzone stellt eine enorme Belastung für die Flusslebewesen dar. Die meisten Süßwasserorganismen und auch die in den Fluss vordringenden Meeresformen des Planktons überleben diese extremen Wechsel nicht. Deshalb kommt es in diesem Abschnitt zu einem massenhaften Absterben kleinster Süßwasser- und Meeresorganismen. Ökologen sprechen von der „natürlichen Sterbezone“. Außerdem setzen sich genau hier zunächst auch die Feinstoffe ab, die der Fluss aus dem Binnenland mitbringt. Die Brackwasserzone hat daher von Natur aus eine starke Wassertrübung.
Helfen Sie uns, diesen Lebensraum zu retten! Birgit Rutenberg | >Mail
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